Kauf von Videospielen: Besitzen Sie wirklich, was Sie kaufen?

Hier ist eine Wahrheit, die viele Spieler immer noch überrascht: Ob Sie ein Spiel auf CD/DVD oder als Download kaufen, Sie werden Eigentümer keines einzigen Spiels. Das Spiel bleibt Eigentum seines Herausgebers. Was Sie erwerben, ist eine Lizenz: das Recht, es zu spielen, unter den vom Vertrag festgelegten Bedingungen.
Die Natur der Lizenz
Beim Kauf eines Spiels erhalten Sie kein Gut, das Sie für immer besitzen würden. Sie erhalten ein Nutzungsrecht, oft verbunden mit Einschränkungen, die die Interessen des Herausgebers schützen sollen: Verbot des Weiterverkaufs, des Teilens, der Veränderung. Dieses Recht wird durch den Endnutzer-Lizenzvertrag (CLUF) und, auf den Plattformen, durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (CGU) definiert.
Die CGU: der wahre Vertrag Ihres Kaufs
Diese Bedingungen sind keine bloße Formalität: Sie bilden den Vertrag, der Sie an den Herausgeber bindet. Das Problem ist, dass sie fast niemand liest und dass sie von nur einer der beiden Parteien, in ihrem eigenen Interesse, verfasst werden. Man findet dort regelmäßig Klauseln, die es erlauben, den Zugang zum Spiel zu sperren, die Regeln nachträglich zu ändern oder zu verbieten, was das Gesetz hingegen erlaubt (wie den Weiterverkauf der physischen Fassung).
Was das für Sie bedeutet
Zu verstehen, dass Sie eine Lizenz kaufen und kein Objekt, ist keine Nebensächlichkeit: Es erklärt, warum ein Spiel unspielbar werden kann (Serverabschaltung), aus einem Katalog verschwinden oder nicht weiterverkauft werden kann. Das bedeutet aber nicht, dass Sie ohne Rechte sind: Das europäische Recht regelt diese Lizenzen und verbietet unausgewogene Klauseln.
Um weiterzulesen: Was ist ein CLUF? · Usus, Abusus, Fructus: Was Eigentum bedeutet · Gesetz gegen CGU: Wer setzt sich durch?
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