Zurück zur Startseite
Conservation & Patrimoine

Shawn Layden (ehemals PlayStation): „Spiele nicht zu bewahren ist kriminell“

27 octobre 2023· Aktualisiert am 6 juillet 2026
Shawn Layden (ehemals PlayStation): „Spiele nicht zu bewahren ist kriminell“

Wenn ein ehemaliger Manager von PlayStation Alarm schlägt über die Fehlentwicklungen seiner Branche, verdient das Gehör. Shawn Layden, ehemaliger Präsident von Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios, übte eine klarsichtige Kritik an zwei Fronten: der Konsolidierung des Sektors und der Bewahrung von Spielen.

Die Konsolidierung, eine Bedrohung für die Kreativität

Layden kritisiert das Wettrennen um immer teurere Blockbuster, das Risikobereitschaft und Kreativität erstickt. Er warnt vor der Übernahmewelle: Wenn ein kleines Studio von einem Konzern geschluckt wird, ist seine kreative Unabhängigkeit und damit die Vielfalt des Sektors bedroht. Er weist auch auf den Einstieg der Technologiegiganten (Google, Netflix, Apple, Amazon) in den Videospielmarkt als mögliche „existenzielle Bedrohung“ hin.

Die Bewahrung, eine vernachlässigte Pflicht

Layden hält die Nachlässigkeit der Branche in Sachen Bewahrung für „kriminell“. Der Zugang zu Titeln früherer Generationen bleibt auf den aktuellen Plattformen sehr begrenzt. Für ihn ist Bewahrung nicht nur eine Frage der Kultur: Sie ermöglicht es künftigen Generationen, die Werke der Vergangenheit zu entdecken, so wie man einen Roman aus dem 19. Jahrhundert lesen oder einen Film aus den 1930er Jahren sehen kann.

Dieses Zeugnis von innen deckt sich mit den zahlenbasierten Feststellungen der Video Game History Foundation: Ohne klare Verpflichtung verschwindet das videospielerische Erbe.

Quellen: Push Square · Kotaku.

Bewerten Sie diesen Artikel

4.6/5 · 5 Stimme

Kommentare (0)

Seien Sie der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Kommentare werden vor der Veröffentlichung moderiert.